V30-Day

Im 2005 haben wir mit dem D-Day die Branche aufgerüttelt und zu interessanten Gesprächen und zum Diskurs über die Zukunft zusammengebracht. Damit war der Grundstein für die Erarbeitung und erfolgreiche Lancierung des Berufsbildes Polydesign3d gelegt.
Um diese Ausbildung und damit den Beruf Polydesign3D zeitgemäss und arbeitsmarktfähig zu halten, ist es an der Zeit, den Bildungsplan grundlegend zu hinterfragen und anzupassen.
Welche Chancen bringt die Zukunft für unsere Branche? Mit welchen Skills werden sich junge Berufsleute auf dem Markt durchsetzen können?
Am V30-Day am 7. September 2019 diskutieren wir diese und andere Fragen mit Führungskräften, Visionären und Querdenkern aus dem Umfeld Polydesign3D und mit dir!
Bringe deine Visionen ein und sei dabei, wenn die Weichen gestellt werden.
Sandra Kull vom P3D-Vorstand verrät im Interview ein paar Hintergrundinformationen rund um «Vision 30».

 


Sandra Kull, wieso heisst das Projekt überhaupt «Vision 30» und das Kickoff «V30-Day»?

Sandra: «Vision 30» steht für die umfassende Überarbeitung des P3D-Bildungsplans, der die Grundlage für die Ausbildung unserer Lernenden darstellt und aufzeigt, was in der Schule, im ÜK und im Lehrbetrieb abgedeckt werden soll. Der Bildungsplan hält die Leistungsziele fest und beschreibt, was die Lernenden nach vier absolvierten Lehrjahren beherrschen müssen.
Die Zahl 30 bezieht sich auf das Jahr 2030, weil der neue Bildungsplan dann arbeitsmarktfähig sein muss.


Weshalb startet ihr schon am 7. September 2019 mit der Arbeit?

Wir beginnen bereits so früh mit dem Kickoff, damit uns ausreichend Zeit für die Erarbeitung und die anschliessende Vernehmlassungsphase bleibt. Unsere Vorschläge für den neuen Bildungsplan müssen von diversen Instanzen gutgeheissen werden.

 

Wird denn der alte Bildungsplan gänzlich auf den Kopf gestellt?

Nein, es kann auch gut sein, dass wir nur wenige Dinge anpassen - wichtig ist, dass der Bildungsplan arbeitsmarktfähig ist und nicht bloss ein theoretisches Dossier darstellt. Bei der letzten Revision hiess der Verband noch «Dekoschweiz» und wir haben uns damals unter anderem entschieden, den Begriff «Deko» durch «Polydesign3D» zu ersetzen, weil er unsere vielschichtigen, dreidimensionalen Arbeitsresultate besser abbildet.
Es muss nicht a priori ein völlig neuer Bildungsplan geschaffen werden; er ist auch stets bewusst recht offen formuliert. Wir möchten den bisherigen Plan jedoch grundlegend analysieren, Schwachstellen überprüfen und durch erfolgversprechendere Ansätze ersetzen.


Kannst du ein Beispiel nennen, wo ihr Optimierungspotential seht?

Unter anderem müssen wir uns überlegen, ob wir die drei Schwerpunktthemen Kreation, Styling und Realisation noch in dieser Form beibehalten möchten. Im Bereich Kreation ist die Digitalisierung ein Riesenthema, aber auch im Bereich Styling müssen wir prüfen, ob wir den Fokus künftig auf der Handarbeit lassen, oder ob auch hier die digitalen Möglichkeiten stärker eingebunden werden sollen.

 

Was ist das Ziel des V30-Days?

Wir möchten am V30-Day alle Fachleute der P3D-Branche wieder einmal vereinen und die Entwicklungen im Bereich Polydesign3D diskutieren. Wir freuen uns auf Experten der Ausbildungsseite, aber auch auf die Verantwortlichen der Lehrbetriebe und andere Personen, die unseren Beruf täglich tangieren.
Ziel des V30-Days ist es, motivierte Personen zu finden, die bei der Ausbildung unserer Lernenden mitreden, die vier Lehrjahre mitgestalten und optimieren wollen. Gemeinsam möchten wir die Weichen für einen innovativen Bildungsplan stellen, der unserem Nachwuchs eine optimale Grundlage für eine topmoderne Ausbildung bietet, mit der sie im Arbeitsmarkt auch in Zukunft erfolgreich sind.


Welche Personen sind für das Mitgestalten des neuen Bildungsplans in der Arbeitsgruppe V30 geeignet?

Sämtliche Personen, die mit unserem Beruf zu tun haben und für die Ausbildung der Lernenden wertvolle, visionäre Inputs einbringen möchten, sind in der Arbeitsgruppe herzlich willkommen. Da wir uns insbesondere mit dem aktuell sehr wichtigen Thema der Digitalisierung und weiteren zukunftsgerichteten Themen vertieft auseinandersetzen müssen, würden wir es sehr schätzen, wenn insbesondere junge PolydesignerInnen3D, bei denen die Lehre noch nicht allzu lange her ist, mitmachen würden.
Der Fokus der Arbeitsgruppe liegt auf dem Mitreden und visionären Mitgestalten – es ist also eine grosse Chance, da wir mit dem überarbeiteten Bildungsplan erneut ein wegweisendes Instrument schaffen können.

 

Der Bildungsplan ist auch für den Detailhandel zentral, weshalb?

Genau, das möchten wir unbedingt betonen: Der Detailhandel ist nach wie vor der grösste Anbieter von P3D-Lehrstellen und Arbeitgeber für viele Fachleute. Für eine arbeitsmarktfähige Ausbildung sind deshalb die Entwicklungen im Retailbereich, welcher ja auch stark von der Digitalisierung betroffen ist, zu berücksichtigen. Wir müssen also visionär denken und auch hier in neue Ansätze investieren, um diese Berufe langfristig sichern zu können. Im Bildungsplan sollen genau solche Lösungsvorschläge formuliert sein.


Wie wird das Programm am V30-Day aussehen?

Der V30-Day wird im Raum Zürich stattfinden und um 10 Uhr starten. Es wird ein abwechslungsreicher Tag mit Podiumsgesprächen, Workshops und ausreichend Zeit für Brainstorming und Austausch werden. Am Abend wird es zudem ein optionales Abendprogramm geben.
Genauere Informationen geben wir zeitnah bekannt. Es sollen sich aber alle bereits den 7. September reservieren. Im Juni 2019 kann man sich offiziell anmelden und dann werden wir auch wieder eine Umfrage durchführen.


Was ist das Ziel der Umfrage?

Wir möchten möglichst viele Hintergrundinformationen rund um den aktuellen bzw. Wünsche und Anregungen für den zukünftigen Bildungsplan generieren, um den V30-Day erfolgversprechend gestalten zu können.
Interessierte, die gerne beim Erarbeiten der Umfrage bzw. der Organisation des V30-Days mitgestalten möchten, können sich bei Jacqueline Rüegg-Lorenzi info@p3d.ch  melden.

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